Geschichtlicher Rückblick

1560 Die Grafen von Seyboldsdorf legen den Grundstein. Nach 2-jähriger Bauzeit zeigt sich ein prächtiger Renaissance-Bau „Schloss Gerzen“
1597 Das Schloss mit seinem sämtlichen Gütern wird an die Grafen von Vieregg verkauft. Ihrem katholischen Glauben Treu bleibend, wurde das hochgestellte Grafengeschlecht der Vieregg´s aus dem protestantischen Mecklenburg vertrieben. Zum Besitz gehörten damals auch die Adelssitze und Hofmarken von Mangern, Johannesbrunn, Achdorf, Angerbach, Biedenbach, Frauensattling, Grießdorf, Sölgerding, Wurmsham und Thürnthennig.
1618 Schloss Gerzen wird die Bräugerechtigkeit verliehen.
1632 Arg ist die Zeit von 1632 – 34. Das niederbayerische Heimatland wird abwechselnd von den schwedischen Truppen und kaiserlichen Marodeuren überfallen und heimgesucht. Auch Schloss Gerzen wird von den Schweden besetzt und ausgeraubt. Während der folgenden Pestperioden kommen wiet über die Hälfte der niederbayerischen Bevölkerung ums Leben.
1670 Die Schlosskapelle wird erbaut. Dem „heiligen Josef“ geweiht, ziert die Kapelle ein wertvoller Altar des Künstlers „Fischer von Erlbach“, der auch im Vatikan wirkte.
1706 Niederbayern ist von Österreich besetzt. Beim niederbayerischen Bauernstand fallen in der Schlacht von Aidenbach 34 Gerzener Söhne.
1833

Der bayerische Staatsminister „Maximilian Graf von Montgelas“ kauft Schloss Gerzen und die Güter in Egglkofen und Aham. Während des 2. Weltkriegs dient Schloss Gerzen als Depot für Kunstgegenstände, die aus München ausgelagert werden, um sie vor dem Bomben der Aliierten zu schützen.

2009 Bernhard und Edeltraud Waldinger aus Grafenwald bei Wendelskirchen kaufen Schloss Gerzen und renovierten das denkmalgeschützte, bis in die Grundfeste marode Schloss, mit viel Liebe, Fingerspitzengefühl und Sachverstand. Jetzt wird das Schloss als Gastwirtschaft und Hotel genutzt.
2013 Der große Schlosspark Gerzen hatte noch Platz. Die Eheleute Waldinger entschieden sich ein Senioren- und Pflegeheim zum Bauen. Das Senioren- und Pflegeheim ist im September bezugsfertig, Betreiber ist die Sanorium GmbH & Co. KG.